Die Arbeitskosten je Stunde, die ein Unternehmen zu zahlen hat, setzen sich aus dem direkten Stundenlohn - dem Lohn für tatsächlich geleistete Arbeit - und den anteilig verrechneten Personalzusatzkosten zusammen.
Die Arbeitskosten je Stunde gelten als besonders wichtiger Indikator der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Die Arbeitskosten haben nicht in allen Unternehmen einen dominierenden Anteil an den gesamten Produktionskosten. Das liegt jedoch meist daran, dass ein großer Teil der Gesamtkosten auf zugekaufte Vorleistungen entfällt. (In diesen Vorleistungen der Zulieferer stecken allerdings ebenfalls Arbeitskosten.) Betrachtet man daher nur die von einem Unternehmen selbst erbrachte Wertschöpfung, zeigt sich, dass die Arbeitskosten den Löwenanteil ausmachen.
Im Jahr
2004 betrugen die durchschnittlichen Arbeitskosten für eine Arbeiterstunde in der westdeutschen Industrie 27,60 Euro und in der ostdeutschen Industrie 17,15 Euro. Westdeutschland hatte damit hinter Dänemark die höchsten Arbeitskosten im internationalen Vergleich. Ein Gegengewicht zu den Arbeitskosten bildet das Produktionsergebnis je Arbeiter bzw. je Arbeitsstunde (Produktivität). (Sch)