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Ausführliche Begriffsbeschreibung
Frauenerwerbstätigkeit
Von den etwa 24,2 Millionen Frauen im Alter von 15 bis 65 Jahren in Deutschland sind knapp zwei Drittel erwerbstätig: Die Frauenerwerbsquote lag 2007 bei 62,9 Prozent. Sie ist seit 1970 (46
Prozent) kontinuierlich gestiegen. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland damit einen guten Mittelfeldplatz ein. Höhere Anteile finden sich in den skandinavischen und
angelsächsischen Ländern sowie den Niederlanden und der Schweiz.
Auch der Frauenanteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten ist weiter auf über 45 Prozent gestiegen. Dazu trägt auch die rasche Zunahme der Teilzeitarbeit bei: Die Teilzeitquote ist
seit 1990 von 15 auf 26 Prozent gestiegen. Frauen führen rund 82 Prozent aller Teilzeitarbeiten in Deutschland durch. Über 86 Prozent aller erwerbstätigen Frauen arbeiten in
Dienstleistungsberufen, bei Männern sind es weniger als 50 Prozent.
Beschäftigungsschwerpunkte der Frauen sind die Berufe im Büro, im Gesundheitsdienst und im Verkauf. Da der wirtschaftliche Strukturwandel diese Berufe bislang eher begünstigt hat,
profitierten die Frauen überdurchschnittlich von der Beschäftigungszunahme. Das schlägt sich auch in der Arbeitslosenstatistik nieder: Die Arbeitslosigkeit unter den Frauen ist nicht
mehr wesentlich höher als unter den Männern, in den Jahren 2002 bis 2006 lag sie sogar teilweise deutlich darunter.
Den Frauen kommt dabei eine stete Verbesserung ihrer Qualifikationen zugute. Der Frauenanteil bei den Studienanfängern beträgt mittlerweile fast exakt 50 Prozent, der Anteil an den
Absolventen sogar leicht über 50 Prozent. Zwar ist der Anteil der Hochschulabsolventinnen an den weiblichen Erwerbstätigen mit 14,3 Prozent geringer als bei Männern (17,6 Prozent),
doch dieser Unterschied egalisiert sich in den jüngeren Altersgruppen. Unter den 25 bis 40-jährigen ist die Akademikerquote unter weiblichen und männlichen Erwerbstätigen mit 18,4
bzw. 18,6 Prozent fast gleichauf.
Das schlägt sich inzwischen auch beim Einkommen nieder: Frauen im gleichen Alter und mit vergleichbarer Qualifikation und Betriebszugehörigkeit verdienen fast ebenso viel wie ihre
männlichen Kollegen. Dagegen gibt es durch die Familienpause aber noch immer Probleme für Frauen in Führungspositionen. (Hs)
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