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Eine Studie von McKinsey & Company im Auftrag der Robert Bosch Stiftung

50 Milliarden Euro Bildungsausgaben pro Jahr bis 2020

Der Bildungsabstand Deutschlands zu den wichtigen Industriestaaten vergrößert sich zusehends. Die am 17. Oktober 2008 veröffentlichte Studie "Zukunftsvermögen Bildung" der Robert-Bosch-Stiftung belegt die enorme Bedeutung einer zukunftsorientierten Bildungspolitik.


Die Studie stellt dar, wie die Bildungsreform in Deutschland beschleunigt, die Fachkräftelücke geschlossen und das Wachstum gesichert werden kann. Namhafte Bildungsexperten beschreiben den notwendigen pädagogischen Paradigmenwechsel, mit dem das Bildungskapital erhöht und gerechtere Ergebnisse erzielt werden können. Bildung ist, so die Experten, eine zwingende Investition zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, des Wohlstands der Gesellschaft wie auch der Zukunftschancen des Einzelnen.

Bildungsausgaben sind Zukunftsinvestitionen. Die Studie „Zukunftsvermögen Bildung“ weist darauf hin, dass die Mittel nicht nur in Gebäude und Lehrergehälter fließen dürfen, sondern vor allem die Individualisierung des Lernens befördern müssen.

Um Wachstum und Wohlstand in Deutschland zu erhalten, müssen die Bildungsanstrengungen intensiviert und stark beschleunigt werden. Auf die steigende Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften sind bisher weder der Arbeitsmarkt noch das Bildungssystem vorbereitet.

Internationale Vergleiche zeigen, dass die Führungsqualität der Schulleitung ein entscheidender Hebel für das Leistungsniveau von Schulen ist. Gleichzeitig ist es im Ausbildungsbereich erforderlich, mehr Facharbeiter für eine Höherqualifizierung zu motivieren. Bis 2020 fehlen in Deutschland 1,2 Millionen Akademiker. Durch eine Steigerung der Erwerbstätigenquote lässt sich diese Lücke um 300.000 Personen verringern, durch Zuwanderung um noch einmal 200.000, durch bildungspolitische Maßnahmen um weitere 170.000.

Künftig muss der Bildungserfolg konsequent an der Zahl der Qualifizierten, die Schulen und Universitäten verlassen, gemessen werden. Für Lehrerinnen und Lehrer heißt das, dass sie sich nicht mehr auf ihre Fachlichkeit zurückziehen können, sondern die individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler die Messlatte für sie ist.

Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), bemerkte dazu: "Die Studie zeigt deutlich die Kosten auf, die bei falscher Weichenstellung in der Bildungspolitik entstehen können. Ich hoffe, dass durch den Bildungsgipfel in der nächsten Woche Bildung dauerhaft zur Chefsache wird."

Weitere Informationen zur Studie und weiterführende Links zum Thema finden Sie hier.

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