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Status Quo der Bildungssysteme

OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009 – OECD-Indikatoren"

Der durch die Wirtschaftskrise zu erwartende Anstieg der Arbeitslosigkeit wird in den kommenden Jahren auch die Jobaussichten für junge Menschen verschlechtern. Umso mehr lohnt es sich für Schulabgänger, sich in dieser Zeit durch die Aufnahme eines Studiums weiter zu qualifizieren. Auf diese Entwicklung sollten die OECD-Länder vorbereitet sein und sie in ihrer Bildungsplanung berücksichtigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in der diesjährigen Ausgabe der Studie "Bildung auf einen Blick".


Wenn Deutschland gestärkt aus dieser Wirtschaftskrise hervorgehen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt, in Bildung und höhere Qualifikation zu investieren", sagte die OECD-Direktorin für Bildung, Barbara Ischinger, bei der Präsentation der Studie. "Dies gilt für die Erstqualifikation wie auch für die Weiterbildung."

 

Schon vor dieser tiefsten Rezession der Nachkriegszeit wiesen ein wachsender Einkommensvorsprung sowie eine deutlich niedrigere Arbeitslosigkeit für Erwerbstätige mit tertiärer Ausbildung darauf hin, dass der Bedarf der Wirtschaft an Hochqualifizierten durch das deutsche Bildungssystem nicht ausreichend gedeckt wird. Zum ersten Mal legt die OECD in diesem Jahr detaillierte Berechnungen zu Bildungserträgen über die gesamte Erwerbsphase vor.

 

Gerade die Wirtschaftskrise und der sich abzeichnende Strukturwandel sollte zum Anlass genommen werden, Weiterbildung und lebenslanges Lernen stärker in den Fokus der politischen Debatte zu stellen. Nur so kann Beschäftigung für ältere Arbeitnehmer auf Dauer gesichert werden.

 

Die Informationen über die Bildungssysteme der OECD-Mitgliedstaaten sind in vier Hauptkapitel gegliedert:



  • Kapitel A: Bildungsergebnisse und Bildungserträge
  • Kapitel B: Die in Bildung investierten Finanz- und Humanressourcen
  • Kapitel C: Bildungszugang, Bildungsbeteiligung und Bildungsverlauf
  • Kapitel D: Das Lernumfeld und die Organisation von Schulen

 

Neu in die Studie aufgenommen wurden:

  • Erste Ergebnisse der TALIS-Erhebung (Teaching and Learning International Survey) der OECD zu Unterrichtsmethoden der Lehrkräfte sowie Beurteilung und Feedback für Lehrkräfte
  • Eine Analyse des gesamtgesellschaftlichen Nutzens der Bildung.
  • Informationen zur Langzeiterwerbslosigkeit und der Häufigkeit unfreiwilliger Teilzeitbeschäftigung bei jungen Menschen
  • Ein Überblick über Entwicklungstendenzen bei den Bildungsabschlüssen.
  • Daten zu den Anreizen für eine Investition in Bildung, die den Nutzen einer Bildungsinvestition in den OECD-Ländern in US-Dollar beziffern
  • Kennzeichnende Merkmale 15-jähriger Schüler, die sehr gute Leistungen erbringen, basierend auf Ergebnissen der PISA-Studie

 

"Bildung auf einen Blick 2009 - OECD-Indikatoren" enthält die umfassendste Sammlung statistischer Daten aus dem Bildungsbereich im internationalen Vergleich. Die Indikatoren erfassen die am Bildungswesen Beteiligten, die für Bildung und Ausbildung aufgewendeten Mittel sowie Operationsweisen und Ergebnisse der Bildungssysteme. Durch die Indikatoren werden die Bildungsniveaus und Bedingungen für Bildung aller OECD-Länder untereinander vergleichbar. Vom Vergleich von Schülerleistungen in Schlüsselfächern über den Zusammenhang zwischen Abschlüssen und Einkommen bis hin zu den Arbeitsbedingungen für Pädagogen enthält der Band eine umfassende und aktuelle Sammlung statistischer Bildungsdaten im internationalen Vergleich.

 

Weitere Informationen zur OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009 - OECD-Indikatoren" finden Sie hier.

 

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