Pro & Contra

Bargeld - ein Auslaufmodell?

Die Argumente der Bargeld-Anhänger und der Bargeld-Abschaffer in der Übersicht

Was spricht fürs Bargeld?

  • Schnelligkeit: Empfänger erhalten ihr Geld ohne Verzögerung. Bei kleinen Beträgen erleichtert dies Geschäftsabschlüsse.
  • Ausfallsicherheit: Das Bezahlen funktioniert ohne elektronische Verbindung und technische Infrastruktur.
  • Anonymität: Weil die Zahlungen laufen nicht übers Konto laufen, bleiben Konsumgewohnheiten Privatsache.
  • Ausgabenkontrolle: Was ein Einkauf kostet, machen sich viele Menschen stärker bewusst, wenn sie Scheine und Münzen ausgeben, statt eine Unterschrift zu leisten oder Geheimnummer einzutippen.
  • Krisenwährung: Wer in einer Finanzkrise Banken misstraut, kann sich sein Guthaben bar auszahlen lassen. Er hat dann keine Forderung mehr an die Bank, sondern hält Zentralbankgeld in den Händen.
  • (Eingeschränkte) Wahlfreiheit: Derzeit kann man viele Einkäufe elektronisch bezahlen, muss es aber nicht. Karten werden in Deutschland nicht überall akzeptiert, vor allem nicht in kleineren Geschäften, zum Beispiel beim Bäcker oder am Kiosk. Allerdings akzeptieren viele Geschäfte auch keine größeren Bargeldbeträge. Die Miete kann ebenfalls in aller Regel nicht bar an den Vermieter gezahlt werden.

Was spricht gegen das Bargeld?

  • Verfügbarkeit: Mancher Einkauf scheitert daran, dass nicht genug Bargeld im Portemonnaie ist oder einfach nicht das passende Kleingeld, zum Beispiel für den Fahrkartenautomaten.
  • Kosten: Der logistische Aufwand für die Bargeldversorgung ist groß und verursacht den Geschäftsbanken hohe Kosten.
  • Kriminalität: Viele illegale Geschäfte werden bar abgewickelt. Auch wer Schwarzarbeiter beschäftigt, zahlt in der Regel bar und wer Einkünfte vorm Finanzamt verstecken will, etwa indem er diese ins Ausland schafft, tut dies oft im berüchtigten Geldkoffer. Bargeld ist zudem eine leichte Beute für Diebe und Einbrecher –Bankguthaben dagegen sind bis zu 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
  • Fälschungen: All jene, die an Falschgeld geraten sind, haben Pech gehabt. Denn anders als für beschädigte Scheine gibt es dafür keinen Ersatz.

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