FAQ

FAQ zum Bargeld: Was ist eigentlich ...

Wichtige Begriffe rund um das Thema Bargeld

 

 

... Zentralbankgeld?

 

Von der Zentralbank geschaffenes Geld, darunter fallen Münzen, Banknoten und die Guthaben von Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Die Zentralbankgeldmenge begrenzt den Spielraum der Geschäftsbanken für die Vergabe von Krediten.

... der Leitzins?

Der wichtigste Leitzins der EZB ist der sogenannte Hauptrefinanzierungssatz. Zu diesem Zins können sich Banken Zentralbankgeld leihen. Der Leitzins bildet eine Untergrenze: Die Banken leiten daraus ab, zu welchen Zinssätzen sie ihrerseits Kredite an ihre Kunden vergeben und welche Zinsen sie Sparern für deren Guthaben bieten. Das beeinflusst die Nachfrage nach Krediten, die Sparneigung und damit auch, wie viel Geld in der Volkswirtschaft im Umlauf ist.

... der Negativzins?

Guthaben auf Sparkonten bringen normalerweise Zinserträge, das heißt, der Zins ist positiv. Ein negativer Zins bedeutet, dass für den Besitz von Geld Gebühren anfallen, der Sparer also Geld verliert. Einen solchen „Strafzins“ zahlen derzeit in den Euroländern erst einmal nur die Banken, und zwar für Guthaben, die sie bei der EZB halten. Der Negativzins soll sie dazu bringen, das Geld lieber – über Kredite – in die Wirtschaft zu pumpen. Da die Banken zögern, die Zinskosten an ihre Kunden weiterzugeben, bleiben deren Konten bislang von negativen Zinsen verschont.

... Geldwäsche?

Verbrechen lohnt sich nicht – zumindest solange nicht, wie die hohen Gewinne aus kriminellen Handlungen vor der Polizei und dem Staat nicht sicher sind. Darum streben Kriminelle danach, ihr aus illegalen Geschäften stammendes Geld in die legale Wirtschaft einzuschleusen – und das schmutzige Geld damit im übertragenen Sinn reinzuwaschen. Für die Geldwäsche benutzen sie vorzugsweise Hotels, Restaurants und Spielhallen, wo sich hohe Bargeldbeträge unbemerkt in den Geschäftsbetrieb einspeisen lassen.

... Falschgeld?

In Deutschland darf nur die Bundesbank Geldnoten drucken lassen, während Münzen im Auftrag des Bundesfinanzministeriums geprägt werden. Allerdings bringen auch Geldfälscher Bargeld in Umlauf, am häufigsten 20-Euro- und 50-Euro-Scheine. Wem verdächtige Banknoten auffallen, der sollte damit zur Polizei gehen. 2015 kam ungefähr auf jeden tausendsten Einwohner eine Fälschung, auch „Blüte“ genannt. Während die Zahl der entdeckten falschen Scheine 2015 um gut 50 Prozent zunahm, ging die Zahl gefälschter Münzen zurück.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren ...

Quick-Finder
Aktuelle Themen

Ich brauche ...

THEMA


FORMAT


SCHLAGWORT


Neue Unterrichtsmaterialien und Informationen zu aktuellen Themen – bleiben Sie auf dem Laufenden.

Wir freuen uns über Ihr Feedback und Ihre Anregungen.