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Die Kaufkraft der Lohnminute

So lange muss der Durchschnitts-Deutsche für die Dinge des täglichen Lebens arbeiten

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Um ein Kilo Zucker erwerben zu können, muss man heute nur noch vier Minuten arbeiten. 1960 waren es noch 30 Minuten.

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Im Jahr 1960 musste man elf Minuten arbeiten, um sich einen Liter Vollmilch leisten zu können. Im Jahr 2010 waren es nur noch drei Minuten.

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Für zehn Hühnereier musste man 1960 genau 50 Minuten schuften, im Jahr 2010 nur noch 8 Minuten.

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Der Kabeljau schlägt aus der Art: Für einen Kilogramm musste ein Durchschnittsverdiener vor 50 Jahren 56 Minuten arbeiten, im Jahr 2010 waren es sogar 14 Minuten mehr.

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Hol mir mal ne Flasche Bier: Vor einem halben Jahrhundert war das mit 15 Minuten Arbeit verbunden. Heutzutage braucht man nur noch ein Fünftel der damaligen Zeit.

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Im Jahr 1960 entsprach ein feiner Zwirn dem Gegenwert von 67,5 Stunden Arbeit. Heute reichen für einen Herrenanzug schon 16 Stunden.

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Für 200 Kilowattstunden Strom musste man 1960 zehn Stunden und drei Minuten arbeiten, heute kommt man schon mit etwa dreieineinhalb Stunden hin.

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Ein Liter Normalbenzin war zwar 1960 deutlich günstiger als heute. Trotzdem benötigte man damals mehr Arbeitszeit, um sich den Liter Sprit leisten zu können: 14 Minuten im Vergleich zu 6 Minuten 2010.

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Der Arbeitsaufwand für ein Zeitungsabonnement pro Monat hat sich kaum verändert: Damals wie heute beträgt er etwa 100 Minuten.

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Um die Hörfunkgebühr für einen Monat bezahlen zu können, musste der Durchschnittsarbeiter im Jahr 1960 rund eine dreiviertel Stunde arbeiten. Heute sind es nur noch 24 Minuten.

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Für einen Kinobesuch musste man vor 50 Jahren 38 Minuten arbeiten, heutzutage nur noch 28 Minuten.

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Unterhaltungselektronik ist deutlich billiger geworden: Wer 1960 einen Flimmerkasten im Wohnzimmer stehen hatte, hat dafür im Durchschnitt 349 Stunden gearbeitet. Heute braucht man für einen Fernseher nur noch 10,5 Stunden Arbeitszeit zu investieren.

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Um das Geld für ein Kilo Mischbrot zu verdienen, musste ein durchschnittlich verdienender Deutscher 1960 noch 19 Minuten arbeiten. Im Jahr 2010 reichte bereits rund die Hälfte der Zeit.

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Bekam man 1960 durchschnittlich für eine Stunde im Büro oder an der Werkbank umgerechnet gerade 1,27 Euro, sind es aktuell in Westdeutschland 14,28 Euro. Die Menschen können sich also trotz Preissteigerungen heute viel mehr leisten als früher: Für 500 Gramm Bohnenkaffee zum Beispiel waren 1960 dreieinhalb Stunden Arbeit nötig. 2010 gab es das Pfund für schlappe 19 Minuten.

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