FAQ

FAQ zur Geldpolitik

Warum ist Deflation gefährlich?

Deflation wird in den Medien oft als Gespenst beschrieben – wohl weil sie gruselig ist, aber selten in Erscheinung tritt. Ein Verfall der Preise auf breiter Front geht fast immer mit einer Depression einher, also einer langen, tiefen Wirtschaftskrise.

Deflation entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zurückgeht und deshalb die Preise sinken. In Erwartung weiter fallender Preise halten sich die Menschen beim Konsum zurück. Die Unternehmen rechnen mit weniger Umsatz und Gewinn, und investieren deshalb weniger. Dadurch kann es zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommen, was wiederum den Konsum dämpft und den Preisrückgang verstärkt – ein Teufelskreis.

Deflation ist auch für Schuldner ein Problem, und zwar für Staaten wie Privathaushalte, weil sich an der nominellen Höhe der Schulden nichts ändert, die finanzielle Basis für den Schuldendienst – also Einkommen, Vermögenswerte, das Bruttoinlandsprodukt und die Steuereinnahmen – durch die sinkenden Preise aber schrumpft. Für Euro-Länder wie Griechenland, Portugal und Italien mit ihrem riesigen Berg an Staatsschulden, aber auch für die privat hochverschuldeten Niederländer, Iren und Spanier wäre eine Deflation deshalb ausgesprochen bedrohlich.

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