Hintergrundtext

Online-Shopping: Die wichtigsten Trends

Die Entwicklung des Internethandels ist noch lange nicht am Ende – das lassen verschiedene Trends erahnen. Die drei wohl wichtigsten stellen wir hier vor.

FOTO: Fotolia/goodluz

Trend 1: Mobile Shopping

Nach Angaben des BITKOM besitzt mittlerweile jeder dritte Bundesbürger ein Smartphone. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Allein im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden – gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 31 Prozent. Der Suchmaschinenbetreiber Google wiederum hat gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut IPSOS herausgefunden, dass in Deutschland 27 Prozent der Smartphone-Nutzer ihr Telefon zum Online-Shopping benutzen. Dass das kaum das Ende der Fahnenstange sein dürfte, legen die entsprechenden Werte aus Japan (40 Prozent) und den USA (34 Prozent) nahe.

Trend 2: Social Shopping

Auch der Boom der sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, dürfte dem Internethandel Auftrieb verleihen: Immerhin 44 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gaben in der TNS-Befragung an, ihnen seien in sozialen Netzwerken schon einmal Angebote von Online-Händlern aufgefallen. Der sogenannte Social-Shopping-Trend geht allerdings noch weit darüber hinaus: Ein mittlerweile geläufiges Beispiel ist das aus den USA stammende Schnäppchenportal Groupon, das im Namen verschiedener unabhängiger, meist regionaler Anbieter Gutscheine vor allem für Dienstleistungen zu günstigen Konditionen verkauft.

Groupon lebt von der schieren Verkaufsmasse, die sich über das Internet leichter generieren lässt als auf der Straße. Das Gutscheinportal legte Anfang 2012 sogar einen erfolgreichen Börsengang hin, schreibt seither aber eher Negativschlagzeilen, weil Umsätze nach unten und Verluste nach oben korrigiert werden müssen. Gleichwohl: Bei den Kunden kommt das Konzept an. Einzelne Angebote werden auch in Deutschland mehr als tausendfach geklickt und gekauft.

Schon länger als Groupon tummeln sich die sogenannten Shopping Clubs im Netz, das französische Vente Privée beispielweise oder Brands4Friends aus Deutschland, das durch eine Kooperation mit dem Studenten-Netzwerk StudiVZ groß geworden ist. Die Shopping Clubs haben für angemeldete Nutzer Markenartikel-Sonderposten im Angebot – jeweils nur für wenige Tage und meist deutlich unter dem empfohlenen Verkaufspreis (was selbstverständlich noch lange nicht heißt, dass die jeweiligen Artikel nicht auch anderswo ähnlich günstig zu haben sind). Shopping-Club-Pionier Vente Privée hat inzwischen allein in Deutschland rund 950.000 Mitglieder, Brands4Friends sogar 4 Millionen.

Trend 3: Shopping-Blogs, Shopping-Foren und Shopping-Communities

Noch ein Faktor, der den Kauf per Klick beflügelt: Inzwischen ist weltweit eine regelrechte Shopping-Blogszene entstanden. Dort präsentieren vornehmlich junge Frauen ihre neuesten Errungenschaften in Sachen Mode und Kosmetik, gerne auch per Video. Im Kommentarbereich wird dann munter diskutiert und oft sind die vorgeführten Artikel schon mit dem entsprechenden Link zum Online-Shop versehen. Ähnlich funktionieren Communities wie Polyvore, Stylefruits und die virtuellen Pinnwände Pinterest und Tumblr. Hier lassen sich – zum Teil sogar unter Einbindung verschiedener Online-Modehäuser, oder über einfache Posting-Möglichkeiten ganze Outfit-Kollagen basteln, die so manche Betrachterin zum Kauf animieren dürften.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren ...

Quick-Finder
Aktuelle Themen

Ich brauche ...

THEMA


FORMAT


SCHLAGWORT


Neue Unterrichtsmaterialien und Informationen zu aktuellen Themen – bleiben Sie auf dem Laufenden.

Wir freuen uns über Ihr Feedback und Ihre Anregungen.