Hintergrundtext

Etwas Theorie: Warum das Bruttoinlandsprodukt wächst …

Will ein Land seine Wirtschaftsleistung steigern, kann es an verschiedenen Schräubchen drehen.

FOTO: Fotolia/alphaspirit

Wie hoch das Bruttoinlandsprodukt einer Volkswirtschaft bei ausgelasteten Kapazitäten ausfallen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für den Einfluss jedes einzelnen Faktors gilt die sogenannte Ceteris-Paribus-Regel, sprich es müssen „sonst gleiche Bedingungen“ herrschen. Ein Zusammenhang besteht also nur dann, wenn sich keiner der anderen Faktoren in die gegenläufige Richtung entwickelt:

Zahl der Arbeitskräfte und Arbeitszeit: Je mehr Menschen erwerbstätig sind und je länger sie arbeiten, umso mehr Waren können hergestellt und umso mehr Dienstleistungen erbracht werden.

Bildung der Arbeitskräfte: Je besser die Erwerbstätigen ausgebildet sind und je größer ihr Wissen ist, desto mehr können sie leisten.

Kapitalstock: Über je mehr Maschinen, Industrieanlagen, Bürohäuser und Forschungsstätten ein Land verfügt, desto mehr und bessere Waren kann es produzieren.

Technologie: Auch eine ausgefeilte Produktionstechnik sowie eine moderne Produkt- und Dienstleistungspalette steigern das Bruttoinlandsprodukt.

Die Wirtschaft wächst folglich, wenn die Zahl der Erwerbstätigen, ihre Arbeitszeit oder ihr Bildungsniveau steigt, wenn die Unternehmen in ihre Produktionsanlagen investieren und wenn es technischen Fortschritt gibt. Zu guter Letzt können aber auch einfach die Produktionskapazitäten besser ausgelastet sein – in wirtschaftlichen Boomphasen ist das einer der Hauptgründe für hohe Wachstumsraten.

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