Wirtschaftslexikon

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E-Business

Unter E-Business (elektronischem Geschäftsverkehr) versteht man die Abwicklung geschäftlicher Transaktionen mit Hilfe des Internets. Soweit Waren oder Dienstleistungen digitalisierbar sind - wie beispielsweise bei Videofilmen, Softwareprodukten oder der Flugticketbuchung - können alle Stufen des Geschäfts online erfolgen. Falls dies nicht der Fall ist - und etwa eine bestellte Ware ausgeliefert werden muss -, so kann das Internet zumindest bei Anbahnung und Abschluss eines Kaufvertrages sowie bei Kontakten mit dem Kunden nach dem Kauf (z.B. Reklamationen) genutzt werden.

B2C und B2B

Eine weitere Unterscheidung wird hinsichtlich der Geschäftspartner getroffen. Verkauft ein Unternehmen an einen Konsumenten, so spricht man von Business-to-Consumer-Handel (B2C). Handelt es sich auf beiden Seiten um Unternehmen, ist die Rede von Business-to-Business-Handel (B2B). Als weitere Akteure spielen öffentliche Einrichtungen eine Rolle, etwa bei Ausschreibungen von öffentlichen Aufträgen (Business-to-Government - B2G). Der B2B-Handel macht schon heute grob geschätzt drei Viertel des E-Business aus und dürfte auch in Zukunft das größte Wachstumspotenzial haben.

Höhere Wettbewerbsintensität

Der elektronische Geschäftsverkehr erleichtert den Überblick über das Angebot an Waren und Dienstleistungen und steigert folglich die Wettbewerbsintensität, was in der Tendenz zu sinkenden Preisen und einer höheren Produktivität führt. Dies gilt vor allem für digitalisierbare sowie für standardisierte materielle Produkte und Dienste, die keiner besonderen Beratung bedürfen und somit besonders einfach auf elektronischem Weg verkauft werden können. Aus Sicht der Unternehmen steigen damit die Herausforderungen, sich durch Kundenservice und Angebotsdifferenzierung von der Konkurrenz abzugrenzen. Andererseits bieten sich vor allem durch den B2B-Handel erhebliche Möglichkeiten zur Kosteneinsparung. Wegen des produktivitätssteigernden Effektes und der hohen Wachstumsdynamik gilt E-Business als eine wichtige Triebkraft für die Herausbildung einer (makroökonomisch verstandenen) Neuen Ökonomie.

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