Wirtschaftslexikon

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Konjunkturzyklus

Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Wellenbewegungen: Einem Konjunkturaufschwung mit steigenden Wachstumsraten der wirtschaftlichen Leistung und zunehmender Beschäftigung folgt eine Konjunkturabschwächung mit geringeren Wachstumsraten oder sogar sinkender Produktion sowie stagnierender oder rückläufiger Beschäftigung.

Ein Konjunkturzyklus gibt den Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen zwei aufeinanderfolgenden konjunkturellen Hochpunkten wieder. Er ist charakterisiert durch die Zeit zwischen zwei konjunkturellen Hochpunkten (Zykluslänge), durch den Abstand zwischen dem höchsten Punkt (Boom) und dem tiefsten Punkt (Rezession) der Entwicklung und die durch Dauer des Konjunkturaufschwungs und -abschwungs. Um die jeweilige Lage der Wirtschaft im Konjunkturzyklus zu beurteilen, nutzen die Experten so genannte Konjunkturindikatoren:

  • Frühindikatoren, wie die Entwicklung von Auftragseingängen und -beständen, laufen der eigentlichen konjunkturellen Entwicklung voraus.
  • Präsenzindikatoren, wie der Auslastungsgrad des Kapitalstocks und die Entwicklung der Arbeitslosenquote, beschreiben die aktuelle Konjunkturlage.
  • Spätindikatoren, wie z.B. die Verbraucherpreise, reagieren mit einer gewissen Zeitverzögerung. (Gg)

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