Wirtschaftslexikon

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Leitzinsen

Leitzinsen sind ein Begriff aus der Finanzwirtschaft. Sie werden von der Zentralbank eines Landes festgelegt und erfüllen mehrere Funktionen:

  • Zum Einen sind sie der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Kredite bei ihrer Zentralbank beschaffen können;
  • Leitzinsen dienen der Notenbank eines Landes ferner zur Steuerung des Konjunkturverlaufs: steigende Leitzinsen dämpfen tendenziell das Wirtschaftsgeschehen, weil Kredite und damit Investitionen teurer werden, sinkende Leitzinsen haben den umgekehrten Effekt.

Die Leitzinsen für Deutschland bzw. für alle Länder der Euro-Zone werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt in regelmäßigen Abständen festgelegt. Leitzinsen der EZB sind der Satz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, für Einlagefazilität und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Bis Ende 1998 wurden die Leitzinsen in Deutschland von der Bundesbank festgelegt

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