Trittbrettfahrerproblem bei öffentlichen Gütern

Staat und Wirtschaftspolitik

Gymnasien, berufliche Schulen | Sekundarstufe II

Unterrichtsentwurf
28.08.2018
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Öffentliche Güter stellen neben dem Vorliegen asymmetrischer Informationen, dem Vorhandensein externer Effekte und dem Ausnutzen von Marktmacht einen der Gründe für Marktversagen dar. Voraussetzungen für ein öffentliches Gut sind das Vorliegen von Nichtrivalität und von Nichtausschließbarkeit. Dabei sind die Grenzen in der Praxis oftmals schwierig zu definieren, weshalb es auch unterschiedliche Grade öffentlicher Güter gibt. Diese Charakteristika führen aber zum Auftreten von sogenannten Trittbrettfahrern (free riders), welche das Gut nutzen, ohne einen Preis dafür zu bezahlen. Als Konsequenz werden private Anbieter nicht bereit sein, öffentliche Güter anzubieten. Der Staat ist aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Überlegungen gefordert, dieses Marktversagen zu überwinden und die öffentlichen Güter selbst anzubieten bzw. gesetzliche Regelungen zum Umgang mit ihnen zu schaffen.

Nach einem Einstieg in das Thema über das freie Online-Lexikon "Wikipedia" nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem Experiment teil, in dem sie erkennen, welche Konsequenzen die eigene Entscheidung für sie selbst und für das Gemeinwohl hat.