Mit JUNIOR eine Schülerfirma gründen

Unternehmen und Markt

Gymnasien, Realschule, berufliche Schulen | Sekundarstufe I + II

Hintergrundtext
20.12.2015

Kaum etwas vermittelt jungen Menschen solch entscheidende Erkenntnisse für ihr späteres Berufsleben wie die Beteiligung an einem Schülerprojekt.

In Deutschland ist die Zahl der Unternehmensgründer verglichen mit anderen europäischen Ländern oder den USA sehr gering. Klar, wir haben kein Gründerparadies wie das Silicon Valley, wo ein Start-up-Unternehmen nach dem anderen aus dem Boden sprießt. Das Grundproblem ist aber: Hierzulande herrscht einfach keine Gründerkultur.

Schon in der Schule kommt das Thema meist viel zu kurz. Schüler beklagen, zu wenig Einblicke in die spätere Berufswelt zu bekommen. Und wenn es im Wirtschaftsunterricht um Rechnungswesen und juristische Grundlagen geht, kann das auch ganz schön trockener Stoff sein.

Um Jugendlichen diese komplexen Themen realitätsnah zu vermitteln, gibt es einen einfachen Weg: Man lässt sie selbst ein Unternehmen gründen. Dann erfahren die Schüler in der Praxis, was es heißt, aus einem guten Einfall eine marktfähige Geschäftsidee zu entwickeln.

Schüler werden zu Unternehmern

Dieses Konzept verfolgen die JUNIOR Schülerfirmenprogramme getreu dem Motto „learning by doing“. Hier werden Schüler zu Unternehmern, erlernen und erproben im Team Grundprinzipien unternehmerischen Handelns und erfahren, wie sich ihre Entscheidungen auswirken. Das stärkt wichtige Kompetenzen, die die Jugendlichen fit für die Zukunft machen.

Geschäftsideen gibt es viele: Ein regionales Kochbuch, eine Agentur für Marketingkonzepte, 3D-Druck für Handyhüllen oder eine Formel-App als Mathehilfe – Wie man seine Idee einzigartig macht und darauf ein Wirtschaftsunternehmen aufbaut, lernen die Schüler am besten in der Praxis. Das JUNIOR-Team unterstützt und begleitet die Jungunternehmer auf ihrem Weg.

Die Innovatoren sind aber natürlich in erster Linie auf engagierte Lehrkräfte angewiesen, die vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen. Daneben bezieht JUNIOR ehrenamtliche „Wirtschaftspaten“ mit ein, um den Bezug zur realen Wirtschaft zu vertiefen. Unternehmensvertreter, Gründer und Investoren reflektieren mit den Jugendlichen ihre Schülerunternehmen zum betrieblichen Alltag und motivieren als Berater aus dem „echten Leben“.

Mehr als 100.000 Teilnehmer

Das JUNIOR Schülerfirmenprogramm wird seit 1994 von der Institut der deutschen Wirtschaft JUNIOR gGmbH angeboten, mittlerweile auch in verschiedenen Schwierigkeitsstufen von „basic“ über „advanced“ bis „expert“ für unterschiedliche Jahrgänge und Schulformen. Insgesamt haben inzwischen mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen. Im bisherigen Rekordjahr 2016/2017 gründeten bundesweit mehr als 10.000 Schüler über 750 Unternehmen. So tun als ob reicht dabei nicht: Die Schüler bauen in der einjährigen Projektphase ein echtes Unternehmen auf. Sie entwickeln eine Geschäftsidee, analysieren den Markt, überzeugen Kapitalgeber und versuchen schließlich, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung zu verkaufen. Auch die Buchführung, Versammlungen sowie Gewinnausschüttungen werden von den Schülern übernommen beziehungsweise organisiert.

Die Teilnahme am jeweiligen Landeswettbewerb von JUNIOR ist kein Muss – aber ein zusätzlicher Anreiz für alle expert Schülerfirmen. Das Sieger-Unternehmen vertritt sein Bundesland dann auf dem Bundeswettbewerb und am Ende winkt dann – vielleicht – der Europa-Wettbewerb.

Weitere Infos unter www.junior-programme.de