Hintergrundtext

Zuwanderung gegen den demografischen Wandel

Deutschland ist besonders auf Zuwanderung aus dem Ausland angewiesen, denn der demografische Wandel führt dazu, dass die Erwerbstätigen knapp werden.

FOTO: Robert Kneschke/Fotolia.com

Bis Ende der 1960er Jahre bekam jede Frau in Deutschland im Schnitt zwei Kinder. Als Anfang der siebziger Jahre die Antibabypille verfügbar wurde, sank die Geburtenrate schlagartig auf 1,4 Kinder je Frau – und ist bis heute so niedrig geblieben.

Wenn die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre in Rente gehen, also in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren, scheiden mehr Menschen aus dem Erwerbsleben aus, als Berufsanfänger dazukommen. Selbst bei einer jährlichen Nettozuwanderung von 100.000 werden im Jahr 2030 nur noch 45,5 Millionen 15- bis 64-Jährige in Deutschland leben. Das sind fast 9 Millionen weniger als heute. Auch mehr Zuwanderer können den demografischen Wandel nicht vollständig ausgleichen: Nach Berechnungen der Vereinten Nationen müssen bis 2050 per saldo 188 Millionen Menschen nach Deutschland einwandern, um das Verhältnis von Jüngeren zu Älteren konstant zu halten – eine utopische Zahl.

Anklicken, um zum Demografie-Tool zu kommen

Wie genau sich der demografische Wandel auf den Arbeitsmarkt auswirkt, zeigt das Demografie-Tool des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Mit dem interaktiven Tool lässt sich berechnen, wie sich die Personalengpässe in den einzelnen Wirtschaftssektoren bis zum Jahr 2030 auswirken – je nach Berufseinstiegsalter, Rentenalter, Teilzeitbeschäftigung und Zuwanderung.

 

Stand: April 2014

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