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Das macht den Mittelstand aus

Ein Porträt des deutschen Mittelstands in Bildern

Klassische mittelständische Industriebetriebe sind zum Beispiel Druckereien. FOTO: dpa
Klassische mittelständische Industriebetriebe sind zum Beispiel Druckereien. FOTO: dpa

Der Mittelstand ist der Kern der deutschen Wirtschaft. Immerhin gehören 99,7 Prozent der Unternehmen hierzulande zu den Mittelständlern – geht man von der Zahl ihrer Beschäftigten aus. „Kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU) haben nach der in Deutschland üblichen Definition bis zu 500 Mitarbeiter und machen einen Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro. Die EU zieht die Grenze zu den Großunternehmen schon bei 250 Beschäftigten, verwendet aber die gleiche Umsatzhürde, alternativ auch eine Bilanzsumme von bis zu 43 Millionen Euro.

Der Großkonzern Siemens stellt unter anderem Züge her, aber auch Kraftwerkstechnik, medizinische Geräte und noch einiges mehr. FOTO: Siemens
Der Großkonzern Siemens stellt unter anderem Züge her, aber auch Kraftwerkstechnik, medizinische Geräte und noch einiges mehr. FOTO: Siemens

Laut der deutschen Definition stehen den 3,4 Millionen kleinen und mittleren Betrieben weniger als 5.000 Großunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten und nur 8.800 Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz gegenüber. Da allerdings die Umsätze der Unternehmen tendenziell steigen, ihre Beschäftigtenzahl aber stagniert oder gar sinkt, geht die Anzahl der Großunternehmen nach den beiden Abgrenzungskriterien immer stärker auseinander.

Die meisten Metallbetriebe in Deutschland sind mittelständisch. FOTO: Fotolia
Die meisten Metallbetriebe in Deutschland sind mittelständisch. FOTO: Fotolia

Der Mittelstand ist ein wichtiger Arbeitgeber. Etwa zwei Millionen KMU haben neben dem Eigentümer zusätzliche Mitarbeiter. Rund 79 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer sind – unter Einschluss der Kleinbetriebe – bei einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt; bei den Auszubildenden liegt der Anteil des Mittelstands sogar jenseits der 80 Prozent.

Der ehemalige Rosenthal-Manager Günther Raithel kaufte 1992 das in Konkurs gegangene Thüringer Porzellanunternehmen Kahla und führte es zum Erfolg. FOTO: dpa
Der ehemalige Rosenthal-Manager Günther Raithel kaufte 1992 das in Konkurs gegangene Thüringer Porzellanunternehmen Kahla und führte es zum Erfolg. FOTO: dpa

Fast immer lenken persönlich haftende Unternehmer die wirtschaftlichen Geschicke im Mittelstand, angestellte Manager sind die Ausnahme. Daher befinden sich auch mehr als 90 Prozent der Betriebe in Familienhand.

FOTO: Siemens
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Mittelständler sind weniger produktiv als Großbetriebe und weisen eine höhere Fertigungstiefe (Anteil der Eigenfertigung an den produzierten Gütern) auf – daher erwirtschafteten sie nur knapp 40 Prozent der Gesamtumsätze der deutschen Unternehmen. Von den gesamten Investitionsausgaben entfallen 46 Prozent auf die mittelständische Wirtschaft.

FOTO: Fotolia
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Nachholbedarf besteht bei den kleinen und mittleren Unternehmen in Sachen Forschung und Entwicklung: Nur etwa 13 Prozent der FuE-Ausgaben der Wirtschaft werden im Mittelstand getätigt. Allerdings sind Mittelständler auf eine andere Art und Weise innovativ als Großunternehmen: Sie arbeiten seltener gezielt auf neue Produkte hin, sondern entwickeln ihre vorhandenen Spezialitäten Stück für Stück weiter, so weit es ihr Budget erlaubt.

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