Wirtschaftslexikon

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Wettbewerb

In allen entwickelten Gesellschaften gibt es Wettbewerb als Mittel zur Auslese, zur Leistungssteigerung sowie zur optimalen Lösung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufgaben. In einer Marktwirtschaft ist wirtschaftlicher Wettbewerb zentrales Lenkungs- und Ordnungselement. Die Konkurrenz am Markt zwischen den Mitbewerbern (Anbieter oder Nachfrager) um Geschäftsabschlüsse und Marktanteile soll Folgendes bewirken:

Versorgung der Bevölkerung mit den gewünschten Gütern zu möglichst niedrigen Preisen; Beschleunigung des technischen Fortschritts, zur Herstellung von verbesserten bzw. neuen Produkten; Lenkung vorhandener Produktionsfaktoren in ihre bestmöglichen Verwendungen im Produktionsprozess; Stimulierung und Steigerung der Leistungen der Menschen und damit Förderung des volkswirtschaftlichen Wohlstands; Erhaltung der Wirtschaftsfreiheit, damit jeder Marktteilnehmer zwischen Alternativen wählen kann und wirtschaftliche Macht begrenzt wird. Da durch den Wettbewerb am Markt der Anreiz entsteht, neue Wege einzuschlagen und auftretende Probleme zu lösen, wird er auch als "Entdeckungsverfahren" bezeichnet (Friedrich A. von Hayek).

Wettbewerb ist ein Prozess, der z.B. auf einem Markt mit wenigen oder sogar nur zwei Anbietern schärfer sein kann als bei vollständiger Konkurrenz. Wichtig ist es, den Marktzutritt für neue Wettbewerber offen zu halten. Diese neuen Wettbewerber bringen Bewegung in den Markt und haben im Falle eines Erfolgs mit neuen Gütern lohnende Gewinne. (Lb)

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