Wirtschaftslexikon

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Außenhandel

Der Außenhandel mit Waren und Dienstleistungen ist die älteste und immer noch bedeutsamste Form der internationalen Arbeitsteilung. Handelsbeziehungen mit anderen Ländern bieten allen Teilnehmern Vorteile: Unternehmen gewinnen zusätzliche Märkte, steigern ihren Umsatz und die Zahl ihrer Arbeitsplätze. Dadurch steigen die Einkommen der privaten Haushalte, die unter anderem zum Erwerb von ausländischen Waren genutzt werden können, die im Inland nicht in gleicher Qualität oder nur zu einem höheren Preis produziert werden oder gar nicht verfügbar sind (Rohstoffe). Nicht zuletzt die größere Gütervielfalt trägt zur Steigerung des Wohlstands bei und ist Grundlage der Konsumentensouveränität. Früher wurde der Außenhandel durch den Tausch unterschiedlicher Produkte ("Maschinen gegen Bananen") dominiert. Dieser interindustrielle Handel wird mehr und mehr durch den intraindustriellen Handel verdrängt.

Dabei werden Güter ähnlicher Qualität und Entwicklungsreife gehandelt. Deutschland ist zum Beispiel gleichzeitig größter Exporteur und zweitgrößter Importeur von Automobilen.

Für Deutschland ist der Außenhandel als Konjunkturmotor immer von entscheidender Bedeutung gewesen. Jeder Konjunkturaufschwung in Deutschland startete über eine Belebung der Exporte. Im Jahr 2000 erreichte der Anteil der Waren- und Dienstleistungsexporte am Bruttoinlandsprodukt mit etwa einem Drittel einen für große Volkswirtschaften hohen Wert. Die Handelsbilanz der Bundesrepublik weist in der Regel einen Überschuss auf. Er lag im Jahr 2000 bei etwa 58 Mrd. Euro. Mit einem Anteil von etwa 9 Prozent an den weltweiten Ausfuhren ist Deutschland die zweitgrößte Exportnation hinter den USA. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den vorhergehenden Jahren Weltmarktanteile verloren hatte, konnte sie zuletzt ihre Position auf den internationalen Märkten wieder ausbauen.

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