Wirtschaftslexikon

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Börse

Eine Börse ist ein Marktplatz, auf dem Anbieter und Käufer von Gütern und Wertpaieren durch Börsenmakler miteinander in Kontakt treten. Aufgabe der Börse ist es - basierend auf Angebot und Nachfrage - für jeden gehandelten Gegenstand auf transparente Weise einen Kurs, also einen Preis, festzusetzen.

Was an Börsen gehandelt werden kann

Eine Schlüsseleigenschaft der an der Börse gehandelten Güter ist ihre Fungibilität, also ihre Austauschbarkeit. Somit können nicht nur Wertpapiere, sondern auch Rohstoffe und Devisen gehandelt werden, da Güter einer bestimmten Kategorie, zum Beispiel Rohöl, untereinander gleichwertig sind. Durch den organisierten Börsenhandel solcher Güter werden die Transaktionskosten auf ein Minimum gesenkt und so auf effiziente Weise mehr Marktliquidität geschaffen.

Börsenaufsicht

In der Regel handelt es sich bei einer Börse um einen regulierten, und im Falle Deutschlands um einen von den Wirtschafts-oder Finanzministerien bzw. -senatsverwaltungen der Ländern beaufsichtigten Markt. Auf Grund der Bedeutung für die Gesamtwirtschaft sind somit alle Transaktionen Gegenstand behördlicher Aufsicht. Dies bedeutet jedoch nicht nur, dass die für die Börse geltenden Handelszeiten reguliert sind. Vielmehr besteht ein Interesse daran, Manipulationen vorzubeugen, und bei schweren Verstößen gegen ihre Auflagen oder drohender Gefahr für die Gesamtwirtschaft haben sie sogar das Recht, die Börse zu schließen.

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