Wirtschaftslexikon

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Steuern

Steuern sind Zwangsabgaben, die Kraft staatlicher Finanzhoheit erhoben werden. Wer Steuern zahlt, hat keinen Anspruch auf eine direkte Gegenleistung des Staates wie es zum Beispiel bei Gebühren der Fall ist. Steuern dienen der Erzielung staatlicher Einnahmen, eine Zweckbindung für bestimmte Staatsaufgaben gibt es aber in der Regel nicht („Nonaffektationsprinzip"). Eine Ausnahme von dieser Regel ist beispielsweise Ökosteuer. Ihre Einnahmen werden zum großen Teil zweckgebunden eingesetzt, um die Rentenversicherung zu finanzieren.

Ziele von Steuern

Steuereinnahmen versetzen die einzelnen Gebietskörperschaften in die Lage, einen großen Teil ihrer öffentlichen Aufgaben und Ausgaben zu bestreiten. Steuern dienen jedoch nicht nur fiskalischen Zwecken. Der moderne Staat setzt sie auch zur Konjunktursteuerung und als Instrument der Einkommens- und Verteilungspolitik ein. In jüngster Zeit werden Steuern verstärkt auch als Lenkungsinstrument genutzt, um Verhaltens- und Konsumgewohnheiten zu beeinflussen, zum Beispiel im Umweltschutz.

Steuern in Deutschland

Über Steuern beansprucht der deutsche Staat derzeit mehr als ein Fünftel der Wirtschaftsleistung für sich. Insgesamt werden in Deutschland über 40 Einzelsteuern erhoben, deren Aufkommen Bund, Ländern und Gemeinden sowie der EU zufließen.

Die wichtigsten Steuerquellen in Deutschland sind die Lohnsteuer und die veranlagte Einkommensteuer, die Mehrwertsteuer, die Mineralölsteuer und die Gewerbesteuer.

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